Selection – die Auswahl – Kiera Cass


35 perfekte Mädchen- und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, Thronfolger von Illéa heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance aus ihrer niederen Position im vorherrschenden Kastensystem in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und so auch ihre Familie rund um ihre Eltern und ihre beiden jüngeren Geschwister aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie tatsächlich vor den Augen des gesamten Landes um einen Mann konkurrieren, den Sie doch in Wahrheit gar nicht begehrt? Und will sie dafür auf Aspen verzichten, ihre heimliche, große Liebe?

America befindet sich in einem emotionalen Dilemma, welches auch noch dadurch verstärkt wird, dass der Prinz sich bei näherer Betrachtung als gar kein so eitler Typ herausstellt, wie er anfangs zu sein schien…

Zuallererst mal so viel: Liebesromane sind definitiv nicht mein bevorzugtes Genre- alles viiiiiiel zu kitschig!!! Genau deshalb war ich auch von mir selbst und meiner Meinung zu diesem Buch überrascht. Kiera Cass liefert eine spannende, fesselnde Geschichte rund um die junge America Singer, die, ganz ohne es wirklich zu wollen in einem Casting landet, wo sie um einen Prinzen kämpfen soll, der ihr doch eigentlich total egal ist- zumindest am Anfang. Allein die Idee aus dem Amerika der Zukunft mal keine Diktatur, getarnt als vermeintliche Republik, sondern eine waschechte Monarchie zu machen ist meiner Meinung nach mal eine echte Maßnahme! Zu Anfang wird man zwar bezüglich der Geschichte- wie das in der heutigen Unterhaltungsliteratur ja gerne gemacht wird- ziemlich ins kalte Wasser geworfen, doch an sich findet man den roten Faden im Gegensatz zu anderen Büchern sehr gut. Ach und keine Sorge, ihr müsst euch nicht 35 Mädchennamen merken- das wäre wohl doch etwas zu viel verlangt. Wen man sich einprägen muss bekommt man im Verlauf des Buches relativ schnell heraus… Zumal die ersten Mädchen noch vor Kapitel 12 ausscheiden… Und ja, natürlich kommt es zur klassischen, unvermeidbaren Dreiecksbeziehung für America. Doch ihr Dilemma mit zu verfolgen ist, man glaubt es kaum, auf Grund der guten Beschreibung der Autorin sehr unterhaltsam, also keine Sorge. Insgesamt ist es ein hervorragendes Buch mit einer süßen Geschichte, die gar nicht so vorhersehbar ist, wie sie zu Anfang zu sein scheint. Allen, die jetzt auch nur ein winziges Bisschen Interesse an dem Buch hegen, kann ich dieses und auch die Folgeexemplare der Selection Trilogie, die leider noch nicht komplett erschienen ist nur wärmstens empfehlen.

Selection- die Auswahl, Kiera Cass, Fischerverlag, 2012, 365 Seiten, Hartcoverausgabe, 16,99€

Maxon ging zur Mitte des Raums. „Jene Damen, die ich gebeten habe zu warten, bleiben bitte sitzen. Alle anderen können Silvia in den Speisesaal folge. Ich geselle mich in Kürze zu Ihnen.“ Was hatte es zu bedeuten, wenn man warten sollte? War das ein gutes Zeichen? Vermutlich wollte Maxon mit diesen Mädchen gesondert sprechen. (…) Wir betraten den Speisesaal, wo wir König Clarkson und Königin Amberly erblickten, die sehr majestätisch wirkten. (…) Ich zögerte einen Moment (…). Aber die andren bewegten sich weiter, wenn auch etwas zögerlich und ich ging rasch zu meinem Platz und hoffte, dass ich das Richtige tat. Erst jetzt kam Silvia herein und erfasste die Szene mit einem Blick. „Meine Damen“, sagte sie, „ich fürchte, wir sind in unserer Lektion noch nicht weit genug fortgeschritten. Wenn Sie einen Raum betreten, in dem der König oder die Königin anwesend sind, oder wenn die Hoheiten in einen Raum kommen, in dem Sie sich aufhalten, sollten Sie stets einen tiefen Knicks machen. Wenn Sie angesprochen werden, dürfen Sie aufstehen und Ihren Platz einnehmen!“ Und wir machten alle einen tiefen Knicks und sengten den Kopf vor dem Königspaar. (…) Ein paar Minuten später kam Maxon herein(…). Weder Ashly noch die anderen Mädchen waren Maxon gefolgt. Ich schaute mich verwirrt um und versuchte herauszufinden, wie viele fehlten. Acht. Kriss, die mir gegenüber saß beantwortete die Frage in meinen Augen. „Sie sind ausgeschieden“, sagte sie. Ausgeschieden? Oh.(…) Jetzt waren wir auf einmal nur noch siebenundzwanzig. (S. 151-153)

Bildnachweis:

http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Selection-9783737361880_xxl.jpg

Kommentar verfassen