Anschlag in London – Großbritannien erneut von Terror betroffen


Nur rund zwei Wochen sind seit dem Drama auf einem Konzert im britischen Manchester vergangen, doch die britischen Inseln kommen nicht zur Ruhe.
Seit Samstag erschütterten drei Angriffe die Hauptstadt London.
Die Reihe von Taten begann am Samstag Abend, als ein Unbekannter einen Lieferwagen in eine große Gruppe Fußgänger auf der London Bridge steuerte. Anschließend sei das Fahrzeug noch ein stück weitergefahren. Am Borough Market, nur wenige hundert Meter entfernt stoppte der Lieferwagen dann. Drei maskierte Männer stiegen mit Messern bewaffnet aus und griffen Passanten und Besucher der nahen Bars und Restaurants im Stadtviertel an. Dabei töteten die Angreifer mindestens zwei weitere Menschen.
Bei den beiden Übergriffen kamen offiziellen Angaben zufolge sieben Menschen ums Leben, mindestens 40 wurden teils schwer verletzt. Die Brücke wurde in der Nacht weiträumig abgeriegelt, über die sozialen Netzwerke rieten die Behörden den Menschen dazu, sich in Sicherheit zu bringen.
In den frühen Morgenstunden vom Sonntag schließlich vermeldete die Polizei einen weiteren Angriff. Im Stadtviertel Vauxhall sei es laut Polizeitweets zu einem dritten Vorfall gekommen. Der hier vermeldete Angriff mit einem Messer stellte sich jedoch nach Angaben von Scottland Yard als eine von den Anschlägen unabhängige Tat heraus.

Schon in den frühen Morgenstunden sprach die Polizei im Bezug auf die Vorfälle auf der Londonbridge und den Übergriff am Borough Market offiziell von einem „Terrorakt“.
Die Zahl der Opfer des Anschlag blieb lange unklar. Am frühen Morgen berichteten Medien und die Polizei schließlich, alle drei Angreifer aus dem Transporter seien auf der Flucht von Beamten erschossen worden. Alle drei Männer, so gaben die Ermittler bekannt, hätten Sprengstoff-Attrappen am Körper getragen.

Politiker und Würdenträger aus aller Welt verurteilen noch in der Nacht und am folgenden Morgen den Anschlag von London. Frankreichs Präsident Macron sprach den Briten via Twitter sein Beileid aus und sicherte Unterstützung zu. Auch US-Präsident Donal Trump versprach Großbritannien volle Unterstützung im Kampf gegen den Terror. Er telefonierte schon am frühen Morgen mit Premierministerin May.
Auch Bundeskanzlerin Merkel reagierte mit Bestürzung auf den erneuten Anschlag in Großbritannien. Sie bekräftigte erneut, Deutschland stehe den Briten im Kampf gegen den Terror entschlossen zur Seite.

Als Konsequenz aus dem Anschlag sagten im Laufe der Nacht die regierenden Konservativen für Samstag alle Wahlkampftermine und Auftritte ab. Wieder einmal ist der Wahlkampf auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Premierministerin Theresa May wollte im Laufe des Samstags bekanntgeben, wie es weitergeht. Auch die oppositionelle Labour-Partei hatte wenig später eine Aussetzung des Wahlkampfes aus Respekt den Toten und Verletzten des Anschlags gegenüber, angekündigt.

Ob der Anschlag von London islamistisch oder politisch motiviert war, wurde bisher nicht bekannt gegeben. Der IS feierte laut Experten die Tat auf seinen Internetplattformen. Die islamistische Terrormiliz verbuche die Tat als großen Erfolg.
Experten vermuten, der Anschlag könnte von der islamistischen Terrorgruppe initiiert worden sein. Der IS hatte in der Vergangenheit seine Anhänger schon mehrfach zu Angriffen auf Christen mit Fahrzeugen und Messern aufgerufen. Für sich reklamiert hat ISIS den Terroranschlag von London jedoch bisher nicht.

Die Bilanz des Abends in London, sie bleibt einmal mehr erschütternd. Am Vormittag erhöhten Behörden die Anzahl der angegebenen Todesopfer auf sieben Personen. Mindestens 50 Menschen seien zudem teils schwer verletzt worden, viele werden noch behandelt.

 

Quellen:
https://www.welt.de/politik/ausland/live165227174/Taeter-trugen-Sprengstoff-Attrappen-Identitaeten-noch-unklar.html#live-ticker-entry-10988
https://www.gmx.net/magazine/politik/terror-london/terror-lkw-london-bridge-tote-taeter-erschossen-32360338
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_81356578/terror-in-london-attentaeter-toeten-sieben-menschen-bei-anschlaegen-.html

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